eMATES vorgestellt bei der internationalen Let Her In-Versammlung in Reus

Das eMATES-Projekt wurde im Rahmen der internationalen Let Her In-Versammlung „Inclusion: a shared challenge“ in Reus vorgestellt. Die Veranstaltung brachte Vertreter*innen aus mehr als zwanzig Ländern zusammen, um Projekte zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Synergien rund um Inklusion, Vielfalt, Gleichstellung und Teilhabe zu schaffen.

Diese Veranstaltung bot die Möglichkeit, die Arbeit des eMATES-Konsortiums einem breiteren internationalen Netzwerk von Organisationen vorzustellen, die in den Bereichen Bildung, Weiterbildung, soziale Inklusion und europäische Zusammenarbeit tätig sind. Die Versammlung schuf einen wertvollen Raum für den Austausch mit Fachkräften und Institutionen, die ein gemeinsames Interesse daran haben, Lernangebote für Menschen mit sozialen, sprachlichen oder digitalen Barrieren zugänglicher und relevanter zu gestalten.

Während der Veranstaltung wurde eMATES als praxisnahe Antwort auf eine Herausforderung präsentiert, die vielen Erwachsenenbildner*innen bekannt ist: Wie können Lernende mit Migrationshintergrund nicht nur beim Erwerb sprachlicher Kompetenzen unterstützt werden, sondern auch dabei, das nötige digitale Selbstvertrauen zu entwickeln, um alltägliche Online-Dienste sicher zu nutzen?

Im Mittelpunkt der Präsentation standen die Schulungsmaterialien des Projekts und ihre Relevanz für Lehrkräfte und Fachkräfte in den Bereichen Sprachförderung, Erwachsenenbildung, Integration und Community Work.

Der eMATES-Lernpfad ist auf den Niveaustufen A1, A2 und B1 aufgebaut und gliedert sich in sechs zentrale Bereiche des Alltagslebens:

  • Zugang zu Gesundheitsdiensten
  • Orientierung bei Jobsuche und Beschäftigungsplattformen
  • Verwaltung von Aufenthalts- und Rechtsdokumenten
  • Nutzung von Online-Banking und Finanzdienstleistungen
  • Nutzung öffentlicher Verkehrs- und Mobilitätsangebote
  • Umgang mit Schul- und Elternplattformen

Diese Module bieten Lehrkräften realitätsnahe Unterrichtskontexte, in denen Sprachlernen mit praktischen digitalen Aufgaben verbunden wird. Die Lernenden üben dabei, relevante Informationen zu identifizieren, Online-Anweisungen zu verstehen, Formulare auszufüllen, Termine zu verwalten, Benachrichtigungen zu lesen und über digitale Plattformen zu kommunizieren.

Digitale Kompetenzen werden auf diese Weise nicht als isoliertes Thema behandelt, sondern durch lebensnahe Situationen in den Sprachunterricht integriert.

Für Lehrkräfte ist dieser Ansatz besonders relevant, da er eine funktionalere und inklusivere Form des Unterrichtens unterstützt. Die Materialien helfen dabei, die tatsächlichen Bedürfnisse der Lernenden in den Unterricht einzubringen, und bieten strukturierte Aktivitäten, die an unterschiedliche Sprachkompetenzniveaus angepasst werden können.

Dies ist insbesondere für Fachkräfte wertvoll, die mit erwachsenen Migrant*innen arbeiten, die häufig mit mehreren Hürden gleichzeitig konfrontiert sind: begrenzte Sprachkenntnisse, unbekannte Verwaltungssysteme und geringe Sicherheit im Umgang mit digitalen Umgebungen.

Die Präsentation von eMATES bei „Inclusion: a shared challenge“ war auch aus Sicht der Verbreitung und Sichtbarkeit des Projekts von großer Bedeutung. Die Let Her In-Versammlung umfasste Projektpräsentationen, Networking-Sessions sowie Räume für Co-Creation und Innovation, wodurch die teilnehmenden Organisationen Wissen austauschen und zukünftige Kooperationen erkunden konnten.

Die Vorstellung von eMATES in diesem Kontext stärkte die Sichtbarkeit des Projekts über das Konsortium hinaus und trug dazu bei, seine Ergebnisse in breitere europäische Diskussionen über Inklusion, Erwachsenenbildung und digitale Teilhabe einzuordnen.

Die Veranstaltung spiegelte zudem eine der zentralen Ideen von eMATES wider: Inklusion erfordert Zusammenarbeit. Durch die Vernetzung mit einem internationalen Netzwerk von Organisationen, die sich für gleichberechtigte Teilhabe einsetzen, konnte das Konsortium seine Fortschritte teilen, Interesse aus verwandten Bereichen wecken und zu einer gemeinsamen Reflexion darüber beitragen, wie Bildung helfen kann, Zugangsbarrieren abzubauen.

Mit dieser Projektvorstellung baut eMATES seine europäische Sichtbarkeit und Relevanz weiter aus. Das Projekt zeigt, wie die Zusammenarbeit im Rahmen von Erasmus+ Lehrkräfte mit praxisnahen Ressourcen unterstützen, Lernende mit Migrationshintergrund im Alltag stärken und zu inklusiveren Gemeinschaften beitragen kann.

Nach oben scrollen